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Bund Naturschutz Ortsgruppe Ebermannstadt / Wiesenttal

Fledermäuse schützen – aber wie? Wir bieten Ihnen eine Bauanleitung für Fledermauskästen (Oktober 2016)
Im Winter wandern Fledermäuse von ihren Sommerquartieren in die Winterquartiere, z.B. Kellergewölbe, Höhlen oder offene Bierkeller. Als Gartenbesitzer können Sie vom Frühjahr bis in den Herbst einen wichtigen Beitrag zum Schutz der nachtaktiven Insektenvertilger leisten. Schon kleine Landschaftselemente wie Obstbäume oder naturnah genutzte Gärten können hilfreich sein. Wenn Sie einen Fledermauskasten in ihrem Garten oder an ihrem Haus anbringen wollen, sollte dieser in mindestens zwei Metern Höhe angebracht werden. Im Handel gibt es verschiedene Kastentypen – sie lassen sich aber auch leicht selber bauen. Auf Anfrage leiten wir Ihnen gerne eine Bauanleitung zu. Übrigens: Der geruchslose Fledermausguano von Dachböden bietet  einen hervorragender Pflanzendünger für Balkon und Garten.

Wohin mit abgelaufenen Medikamenten? (Juli 2016)
Abgelaufene Medikamente gehören nicht in den Wasserkreislauf. Helfen Sie bitte mit, unser Trinkwasser zu schützen. In Deutschland werden jährlich unzählige Arzneimittelwirkstoffe in Präparaten mit einer geschätzten Menge von 30.000 Tonnen verabreicht. Mindestens ein Drittel der Humanarzneimittel wird unverbraucht entsorgt.  Bei einer repräsentativen Umfrage gaben 16 % der Bevölkerung an, nicht eingenommene Tabletten in die Toilette zu geben. Flüssige Arzneimittel werden von mehr als 40 % der Bevölkerung in der Toilette fortgespült. Als Begründung wurde häufig angegeben, die Flaschen gespült zum Altglas-Recycling zu geben. Wir bitten Sie, diese Abfälle sachgerecht an der Problemmüllsammelstelle in Gosberg oder beim nächsten Besuch des Schadstoffmobils zu entsorgen. Termine:
Ebermannstadt am 26.09.2016 (Bauhof von 16:30h – 18.00h) und
unterleinleiter am 07.11.2016 (Sportheim von 16:00h – 17:00h).
Auch über einige Apotheken können alte Arzneimittel zurückgeführt werden.
 

Schutz von Hecken und Feldgehölzen  im Stadt und Gemeindegebiet (Mai 2016)
Hecken und Feldgehölze sind landschaftsprägende Elemente unserer Heimat. Gleichzeitig funktionieren diese Standorte  im Bereich intensiver Landnutzung wie „Trittbretter“ oder bieten dauerhafte Lebensräume für viele Arten und erhöhen die Artenvielfalt. Ab dem 1. März jeden Jahres gilt bis zum 30. September das sogenannte Sommerrodungsverbot, damit diese Standorte ihre Funktion als Lebensraum für Insekten, Vögel, Feldhase, Igel&Co erfüllen können. Das Verbot gilt nicht für schonende Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses oder sinnvolle Verkehrssicherungsmaßnahmen. Bedauerlicherweise werden auch in unserem Gemeindegebiet immer wieder die Schutzvorgaben ignoriert. Informieren Sie uns bitte, falls Sie hierzu Beobachtungen machen können. Im Rahmen unserer Bestandsaufnahme, Sichtung und Kartierung können Sie uns auch über Standorte informieren, die Sie als besonders schützenswert erachten. Sie haben damit die Gelegenheit mit geringem Aufwand einen Teil zum Schutz unserer Heimat beizutragen und den Dialog zwischen verschiedenen Interessen konstruktiv zu gestalten. Senden Sie uns einfach eine E-Mail mit Beschreibung und genauem Standort. Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns besonders bei allen Landwirten, Eigentümern und Pächtern mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ bedanken, die schon seit vielen Jahren Hecken und Feldgehölze verantwortungsvoll pflegen und unsere Anliegen unterstützen.
Interessieren Sie sich für eine aktive Mitarbeit im Rahmen unserer vielfältigen Themenbereiche? Wir laden Sie sehr herzlich ein und freuen uns über jeden Besucher!

Grau ist das neue Grün - Der Wunsch nach einem pflegeleichten Garten ....
Beitrag in “brennessel 1/16” von Adrea Ehm <<weiter>>

Mikroplastik und Umweltabgabe auf Plastiktüten
(Dezember 2015)
Plastiktüten geraten zunehmend in die Kritik, da sich diese nicht zersetzen und zunehmend die Meere und Gewässer verunreinigen. Dort  wird das Plastik zerkleinert und verbleibt als Mikroplastik (Größe unter 5mm). Mikroplastik wird aber auch gezielt  produziert und beispielsweise in der Kosmetikindustrie in Seifen, Peelings und Lotionen eingesetzt. Diese Kleinteile gelangen über unsere Waschbecken dann in Flüsse und Meere. Mit Blick auf die Plastiktüten liegt in Deutschland der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch bei 71 Tüten, bei einem EU-Durchschnitt von 198. Handelsübliche Plastiktüten sollen voraussichtlich ab April 2016 mindestens 20 Cent das Stück an der Ladentheke kosten. Die sogenannten Hemdchenbeutel im Supermarkt für Obst oder Gemüse sollen aber ausgenommen sein. Knapp 77 % der Verbraucher in Deutschland befürwortet eine Umweltabgabe in Höhe von 22 Cent. In Irland ist der Verbrauch nach der Einführung dieser Abgabe bereits um 95 % gesunken. Der generelle Umstieg auf Papiertüten könnte jedoch nicht weniger umweltschädlich sein, da diese meist aus Frischfasern (Holz) bestehen. Selbst Kopierpapier für Drucker kommt mittlerweile aus Brasilien oder China. Insgesamt geht es darum, den Verpackungsmüll generell zu reduzieren. Plastiktüten aus dem Haushalt können mehrfach benutzt werden. Wollen Sie wissen, ob Ihre Kosmetikprodukte Mikroplastik enthalten? Unter www.bund.net  finden Sie einen Einkaufsratgeber und können Ihr Produkt abgleichen. Helfen Sie schon jetzt mit, Energie und Ressourcen zu schonen. Auch ihr Geldbeutel wird es Ihnen danken.
 

Hintergrundinformationen über den Weißstorch Ebermar (Mai 2015)
Seit einigen Wochen ist das Storchennest im EBSer Stadtzentrum wie in den vergangenen Jahren  wieder von einem Storchenpaar besetzt worden. Da wir immer wieder Anfrage von Bürgern zugeschickt bekommen, die sich z.B.  danach erkundigen, wo sich die Störche auf ihrem Vogelzug gerade befinden, wann sie eintreffen oder ob man noch mehr für den Schutz der Störche tun könne, möchten wir Ihnen hiermit einige Kurzinformationen zukommen lassen. Die EBSer Störche sind nicht mit einem Sender ausgestattet. Weißstörche leben bevorzugt in offenen Niederungsgebieten und im Bereich von Flüssen aber auch Bächen mit einem hohen Grünlandanteil. Wichtig ist das Vorhandensein von Feuchtwiesen, Futter- oder Heuwiesen und Überschwemmungsbereichen. Bei der Nahrungssuche wurden die Störche auch regelmäßig auf den offenen Wiesen im Eschlipper Tal beobachtet. Frühestens Mitte März treffen die ersten Störche aus ihrem afrikanischen Winterquartier bei uns ein. Für die bis zu 10.000 km lange Flugstrecke werden etwa drei Monate benötigt. Das Weibchen legt drei bis sechs Eier, die etwa einen Monat lang bebrütet werden. Im Durchschnitt werden zwei Junge flügge, die im August den Zug nach Afrika antreten. Die Jungen werden im Alter von drei bis vier Jahren geschlechtsreif und kehren erst dann aus Afrika zurück, wobei sie sich meist in der Nähe ihres Geburtsortes ansiedeln. Aus diesem Grund wären weitere Brutmöglichkeiten im Gemeindegebiet wünschenswert. Der Lebensraum der Störche wird allgemein durch Trockenlegung, Monokulturen sowie durch den Bau von Straßen und Stromleitungen beeinträchtigt und zerstört. Zum Schutz von Meister Adebar sollten Wiesen, Feuchtwiesen und Flachgewässer unserer Heimat aber auch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Hecken und Kleingehölzen weiterhin nachhaltig geschützt werden, damit Ebermar und Co. auch noch in den nächsten Jahren ihren Weg zu uns finden werden.

Gute Gründe für den Naturschutz und den Erhalt der biologischen Vielfalt (Februar 2015)
„Dienstleistungsunternehmen Natur“ – Alles für umsonst! Die Natur stellt großzügig und kostenlos ihre Leistungen zur Verfügung. Die Bestäubung von Kulturpflanzen durch Insekten bringt dem Menschen erheblichen Profit ein und könnte technisch nicht bewerkstelligt werden. „Schatzkammer der Medizin“ – In Deutschland basiert fast die Hälfte aller zugelassenen Arzneimittel auf Heilpflanzen bzw. deren Inhaltsstoffen. Frei nach dem Sprichwort: Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen. „Sanfter Tourismus braucht Landschaft“ – Dieser Tourismus ist angewiesen auf eine intakte Natur. Heute zählt dieser Wirtschaftszweig zu den am stärksten wachsenden Branchen. Urlaub heißt für viele auch die Vielfalt entdecken. „Vielfalt der Heimat“ – Natur und Landschaft prägen die Identität von Regionen und denen, die dort leben. Sie sind wesentlicher Teil eines Heimatgefühls. Ihr Verlust bedeutet auch einen Verlust an Heimat. „Natur ist ein Kulturgut“ – Immer denselben Apfel verputzen? Die Kulturlandschaft der Fränkischen Schweiz mit regionalen Landschaftsbildern wie den Streuobstwiesen oder den Trockenmagerrasen sollte als kulturelles Vermächtnis betrachtet werden. Auch sie machen die regionalen Besonderheiten und die regionale Vielfalt unserer Heimat aus.

Vogelfütterung im Winter (Januar 2015)
In der kalten Jahreszeit am Fenster zu sitzen, um von der warmen Stube aus Vögel zu beobachten, kann für Kinder, Erwachsene und Senioren sehr lehrreich und interessant sein und bietet die Gelegenheit zum Kontakt mit der Natur. Bei der Fütterung gibt es einige Dinge zu beachten: Bitte achten Sie auf Sauberkeit am Futterplatz, da sich sonst Krankheiten ausbreiten. Futter daher auch nie auf den Boden werfen, da es sich mit dem Kot der Vögel verunreinigt. Für Arten wie die Amsel und das Rotkelchen, die lieber Weichfutter mögen, können auch noch schrumpelige Äpfel ausgelegt werden, die für die gefiederten Zweibeiner trotzdem ein Leckerbissen sind. Zu Beginn der Brutzeit im Frühjahr sollte nicht weiter gefüttert werden, da die Altvögel nämlich oft die leicht zugänglichen Sonnenblumenkerne an die Jungvögel verfüttern, deren Verdauungstrakt nur auf leichtverdauliche tierische Nahrung eingestellt ist. Schwerverdauliche Sämereien können dann zum Tod der Jungvögel führen.
 


© BN Ebermannstadt / Wiesenttal, eine aktive Gruppe des Bund Naturschutz in Bayern e.V.
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