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Bund Naturschutz Ortsgruppe Ebermannstadt / Wiesenttal

Baumfällungen am Wiesentufer in Ebermannstadt mit einhergehender massiver Zerstörung der Bodenvegetation und des Uferbereiches

Bund Naturschutz
Ortsgruppe Ebermannstadt-Wiesenttal
1. Vorsitzender Christian Kiehr (geb. Heimbeck)
Sollerin 4
91320 Ebermannstadt
Tel: 09194/797117
E-Mail: christian_heimbeck@hotmail.com

An
Stadt Ebermannstadt
Untere Naturschutzbehörde Landkreis Forchheim
Wasserwirtschaftsamt Amtsbereich Landkreis Forchheim
Bezirksfischereiverband Oberfranken

Weiterleitung:
Fränkischer Tag (Lokalredaktion Forchheim)
Nordbayerische Nachrichten (Lokalredaktion Forchheim)
 

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Betreff:
Baumfällungen am Wiesentufer in Ebermannstadt mit einhergehender massiver Zerstörung der Bodenvegetation und des Uferbereiches
Bereich Stadtwerke Ebermannstadt (Forchheimer Str./B 470)
Antrag auf Wiederherstellung des zerstörten Bereiches
Datum: 24.02.2016


Sehr geehrte Damen und Herren,

im unmittelbaren Uferbereich der Wiesent im Stadtgebiet Ebermannstadt (Ort: Stadtwerke Ebermannstadt) sind in den letzten Tagen Baumfällarbeiten durchgeführt worden. Dabei wurde in diesem Bereich der Boden durch die eingesetzten Maschinen massiv beschädigt und verdichtet. Als Verein, der sich für die Belange des Natur- und Artenschutzes einsetzt, führen wir folgende Kritikpunkte und Fragen auf und bitten die zuständigen Behörden um eine Stellungnahme:

1. Wer hat die Maßnahmen (Pflegemaßnahmen) angeordnet, begleitet und durchgeführt?
Liegt ein Pflegekonzept vor? Warum waren die Maßnahmen notwendig?

2. Der aufgezeigte Bereich wird von Eisvögeln als Lebensraum genutzt und wurde durch die Maßnahmen massiv beeinträchtigt. Die Bodenvegetation wurde komplett zerstört.
Wurde dieser Sachverhalt berücksichtigt?

3. Maßnahmen in diesem Umfang und bei aufgeweichten Böden bzw. bei entsprechender Witterung (Regen) erfordern in der Regel ein sehr behutsames Vorgehen.
Zum Beispiel eine Rückegasse, die weitere Schäden vermeidet. Aus unserer Sicht hätte der unmittelbar angrenzende Parkplatz genutzt werden können, um mit einer Seilwinde, die gefällten Bäume aus dem Bereich zu entfernen. Der Boden hätte somit besser geschont werden können. Aus unserer Sicht wurde diese Möglichkeit vollständig ignoriert. Stattdessen wurde durch ständigen Maschineneinsatz der Boden zerstört und zur "Schlammwüste". Außerdem hätte man den Umfang des Eingriffes einschränken können.
Wer trägt hier die Verantwortung?

4. Seit vielen Jahren wird von vielen Seiten (Fischereiwesen, Naturschutzverbände) die Verschlammung und der Nährstoffeintrag in die Wiesent kritisiert. Gerade durch die dargestellten Zerstörungen im unmittelbaren Uferbereich wird es bei Regen oder Überschwemmungen zu einem massiven Eintrag durch Bodenerosion kommen.
Werden Maßnahmen ergriffen, die den Zerstörungen und der Erosion entgegenwirken werden?

5. Bei den gefällten Bäumen handelt es sich hauptsächlich um Erlen, die in ihrer Funktion als stabiler Uferschutz als ökologisch wertvoll zu betrachten sind. Stattdessen werden Pappeln stehen gelassen, die schnell wachsen und oft eine große Höhe erreichen. Vor diesem Hintergrund ist ein mögliches Argument der Fällung wegen Verkehrssicherungsmaßnahmen zu hinterfragen. D.h. eine Fällung, die sich nur auf eine Baumart beschränkt, würde daher also weniger Sinn machen.

Unser Fazit: Die vor Ort beteiligten Personen und Verantwortlichen haben in keinster Weise die notwendige Sorgfalt oder Rücksichtnahme gezeigt, die in diesem Bereich an einem Fließgewässer notwendig sind. Was bleibt ist ein Schlammloch, das nicht einmal mehr für Erholungszwecke der ortsansässigen Bevölkerung taugt!
Wir bitten die Verantwortlichen um Aufklärung des Sachverhaltes und eine Stellungnahme.

Darüber hinaus stellen wir den Antrag, den zerstörten Bereich durch geeignete Maßnahmen in seiner
ökologischen Funktion wiederherzustellen

Da wir auch durch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ebermannstadt und Fischpächter auf diese oben beschriebenen Vorfälle angesprochen worden sind, liegt aus unserer Sicht ein öffentliches Interesse vor.
Daher wird dieses Schreiben auch an die Lokalredaktionen des Fränkischen Tages und der Nordbayerischen Nachrichten weitergeleitet.


Mit freundlichen Grüßen

Christian Kiehr
 

Beitrag in “brennessel 1/2016”
Zerstörung des Wiesentufers <<weiter>>

 


© BN Ebermannstadt / Wiesenttal, eine aktive Gruppe des Bund Naturschutz in Bayern e.V.
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